Review HMN4 Sleaze Metal
Heavy Metal Nation 4
aus: Sleaze-Metal
Wiederum liefert uns das Schweizer Metal Label “Quam Libet Records” einen Sampler über die grossen Weiten der Swiss Heavy Metal Nation. Es ist jedes Mal sehr interessant zu sehen wie viele Underground Bands es hier gibt die man wirklich nicht kennt und die auf einem recht hohen Niveau spielen. Es gibt aber zwischendurch auch mal die eint oder andere Band die man getrost vergessen kann. Nun, hier haben es 18 Bands auf den Sampler geschafft und ich werde versuchen auf das meiste Liedergut einzugehen, wenn auch nicht auf alles, schliesslich solltet ihr euch die CD sowieso kaufen, denn das würde der Szene gut tun. Den Anfang machen hier „Gonoreas“ und scheisse die Band rockt ja wie Sau. Ihr Song nennt sich „Love to Rock“ und ja man merkt dass die Jungs und das hübsche Mädel es lieben zu rocken, denn das Ding ist fast schon eine Heavy Metal Hymne…geil geil geil!! Ich sollte mir die Band bei Gelegenheit einmal genauer ansehen, die würden eigentlich Mucke machen für die wir unter anderem stehen. Weiter geht es mit „Dystera“ und „Plight of the Knights“ ein netter Symphonic Metal Track der mit einer schönen Melodie für Furore macht. „Religious Liberty“ von „“Pertness“ knallt euch verdammt geil in die Maschen, netter Refrain..vom Stil her irgendwas zwischen Heavy Metal und True Metal, passt aber! „Soul Line“ kommen aus dem südlichen Teil der Schweiz und auch ihre Musik passt nicht in die Sparte der ersten drei Interpreten, der Gothic angehauchte Sound hört sich aber dennoch recht gut an. „Endoras“ sind sicherlich Fans von „Blind Guardian“ und „Rhapsody“ denn ihr Stil hört sich schon einwenig ähnlich an, nicht so mein Fall aber sie machen ihr Ding dennoch recht ordentlich. „Emerald“ sind dann die erste Band die ich kenne und „Revenge“ ist ein cooler Song, ich mag ihren Stil nicht so wirklich, weil sie mir einfach zu True Metal lastig sind, aber „Manowar“ und True Metal Fans sollten die Band mal abchecken, wenn man sie nicht schon kennt. „Lordren“ gefallen mir dann schon besser, ihr Titel nennt sich „Restless Soul“ und ist sehr Keyboard lastig, vom Stil her auch irgendwie Symphonic Metal…das ist ja teilweise schwierig zu definieren. Hier bei gefällt mir „Roland Klüser“ an den Vocals sehr gut, der Mann hat’s drauf. „Grey Monday“?? Spielen die Grunge oder was stranguliert hier meine Ohren? Nun, auch wenn ich Grunge abgrundtief hasse, kann der Song irgendwie doch gefallen, was wohl am Sänger liebt mit seiner tiefen Stimme und am Refrain der irgendwie cool klingt und an „Monster Magnet“ erinnert die ich übrigens mag haha! Je mehr ich dieses Lied höre desto besser gefällt es mir, scheisse noch mal…dann kann es nicht Grunge sein. „Guilty“ von „Secondhand Child“ kann man dann in die Alternative Ecke stecken, hört sich eigentlich ganz ordentlich an und spielerisch kann die Band doch einiges. Yeah dann kommen meine Freunde von „Silver Dirt“ mit dem sau coolen Titel „Mean Machine“ der geil abrockt und leider im Vergleich zu den anderen Bands auch die schlechte Produktion entblösst. „Mean Machine“ stammt vom „Sonic Boom“ Album und ohne Zweifel eines der besten Titel auf dem Debut. „Bulwark“ nennt sich die nächste Band, wobei Band kann man nicht sagen, ein gewisser „Thomas Fässler“ hat nämlich alles selber eingespielt und auch eingesungen. Der Typ ist ziemlich gut, auch wenn die Produktion wie bei „Silver Dirt“ ziemlich scheisse klingt. Vom Stil her ist „Deny“ echt schwierig zu beschreiben, irgendwie ne Mischung aus „Annihilator“ und „Fear Factory“ vielleicht? Wie auch immer, cooler Track aber ich würde empfählen beim Promo Foto noch einmal über die Bücher zu gehen, sieht nicht sehr professionell aus, wenn es denn sollte. „Surrealist“ klingt für mich irgendwie nach „Drifter“, netter Thrash Metal der alten Schule mit wuchtigen Gitarren. Hierbei gibt es nur ein Mangel an der Produktion, ansonsten cooles Lied. Ganz anders „Fucking Yobwoc“ von „Shadows Far“ die haben nämlichen einen verdammt druckvollen Sound am Start, aber auch ein Label in der Hinterhand. Hört sich nach Metalcore an, vom Stil her nicht mein Fall aber der Titel ist wirklich stark. Mit „Rape Humanity“ von „Total Annihilation“ kommt dann endlich der erste Song den ich beschissen finde, das hat dieses Mal wirklich sehr lange gedauert. Grottenschlechte Produktion und halt ein typisches Death Metal Gehacke…davon gibt es in er Schweiz hunderte Band und so was ist nur für Hardcore Fans die im Sommer das Mountains of Death Festival in meiner Nähe besuchen. Ebenfalls eine gruselige Produktion weisen „Mink Security“ die Vocals stehen hier viel zu sehr im Vordergrund, das Songwriting geht ansonsten in Ordnung. Mit Nu Metal Klänge geht es dann weiter „Aggressive Sound Painters“ nennt sich die Kapelle aus Zürich und hier geht es doch verdammt Professional zur Sache. „Suicide Inc. heisst der Titel und die Typen haben wirklich etwas auf dem Kasten, auch wenn ich überhaupt kein Nu Metal Fan bin. „Mostley Harmless“, deren Album habe ich vor einer geraumen Zeit mal rezensiert, tolles Lied und auch die Produktion kann hier gefallen. „November-7“ machen dann denn Abschluss und hier gibt es zum zweiten Mal einwenig Frauengesang von „Annamaria Cozza“ die eine tolle Stimme hat. Vom Stil her irgendwas zwischen Alternative und Gothic, hört sich jedenfalls sehr viel versprechend an. Die Band Auswahl von „Quam Libet Records“ war wieder einmal ausgezeichnet und erneut spreche ich einen unbedingten Kauftipp aus, nicht nur für uns Schweizer sondern auch für unsere Kollegen aus Austria und Germany. Unschön finde ich allerdings dass andere Zines immer ihre Banner auf Schweizer Labels platzieren können und obwohl Sleaze-Metal.com täglich 10 000 Besucher weltweit lockt wir ständig ignoriert werden. Das interessiert mich allerdings teilweise wenig denn wir haben die Werbung ja Gott sei Dank nicht nötig!